Wer ist ein attraktiver Arbeitgeber?
Vor allem aber: Warum ist ein Arbeitgeber attraktiv?

Dieser Frage ist Hewitt, ein international tätiges Beratungsunternehmen, nachgegangen. Das Ergebnis liegt nun in Form einer Studie vor. Sehen Sie sich das an und vergleichen Sie den Inhalt mit dem Artikel  "Offiziersausbildung ist Managementausbildung"

Hier der Artikel über die Studie von Hewitt:

 

Details zur Studie: www.attraktivearbeitgeber.at
Quelle: KarrierenStandard, Sa/So, 7./8. Juni 2008; Seite K1

 

WARUM SICH MITARBEITER ENGAGIEREN

Hofmann Personal Leasing, Felix und Habau sind Österreichs attraktivste Arbeitgeber. Mehr als zwei Drittel ihrer Belegschaften sind äußerst engagiert, ergibt die aktuelle Studie der Beraterfirma Hewitt. Karin Bauer

Nur etwa jeder Zweite in Österreich spricht positiv über den Arbeitgeber, will dort bleiben und ist bereit, sich für den Unternehmenserfolg überdurchschnittlich stark einzusetzen - ein ziemlich hoher Wert an Unzufriedenheit.

Das ist laut aktueller Studie „Attraktive Arbeitgeber 2008" des globalen Beratungsunternehmens Hewitt beim Personaldienstleister Hofman, beim Nahrungsmittelerzeuger Felix und beim Bauunternehmen Habau anders: 69 Prozent arbeiten dort eigenen Angaben zufolge sehr gerne und sind bereit, ordentlich zuzupacken.Zudem decken sich die Sichtweisen (Alignment) der befragten Gruppen - Mitarbeiter, Personalisten und Unternehmensleitung - in diesen Firmen zu 71 Prozent.

Wie machen die das? An Branche, Größe, Industriezweig liegt es nicht, sagt Hewitt nach sechs solcher Studien. Vielmehr sind es die bekannten Schlagworte der guten Unternehmensführung - allerdings mit Leben befüllt: Engagiertes Top-Management, einzigartige Unternehmenskultur, aufeinander abgestimmte Personalprogramme inklusive exzellenter Umsetzung, Talent-Management und Entwicklungsmöglichkeiten, Leistungsorientierung und das Übertragen von Verantwortung. Ein abgestimmter Maßnahmenmix aus gelebter Wertschätzung.

„Der Beweggrund, sich um das Engagement der Mitarbeiter zu kümmern, ist ein rein geschäftsrationaler", rückt Hewitt - Geschäftsführer Bernhard Stieger das Bild in den richtigen Rahmen: „Die Daten zeigen deutlich, dass engagierte Mitarbeiter den Erfolg vorantreiben." Er führt eine durchschnittlich um 24 Prozent höhere Aktienrendite der attraktiven Arbeitgeber ins treffen, erwähnt die um etwa 15 Prozent niedrigeren Fluktuationsraten und die um bis zu 45 Prozent geringeren Fehltage.

Natürlich tun sich die Firmen, deren Leute gern dort arbeiten, auch beim Rekrutieren leichter: Sie haben vier-mal so viele Bewerbungen - auch weil die Belegschaft selbst zu wahren Botschaftern ihres Jobs werden. Und dass die Suche nach den jeweils besten Talenten das Thema ist, bleibt ja unbestritten: Auch in der Hewitt - Studie geben 71 Prozent der Top - Manager an, dass das Gewinnen und Halten von Talenten in den kommenden drei bis fünf Jahren die größte Herausforderung des Personalmanagements sein wird.

Dass sich viele Unternehmen bereits deutlich anstrengen und sich um ihr Employer-Branding kümmern wollen, ist sichtbar. Bernhard Stieger warnt allerdings: „Mitarbeiter erhalten häufig nicht das, was ihnen versprochen wurde, bevor sie Teil des Unternehmens wurden. Unsere Studie zeigt, dass dann Vertrauen und Engagement der Mitarbeiter sinken."

McDonaId's und Microsoft machen diese Fehler offenbar nicht, denn sie sind die attraktivsten Arbeitgeber in CU. Microsoft hält Platz eins in gleich sieben CEE - Ländern.

120.000 Mitarbeiter, 3000 Top - Executives aus 600 Unternehmen in zwölf Ländern wurden insgesamt befragt. Befragung der Mitarbeiter, Bewertung der Personalprogramme und strategische Sichtweise der Chefs waren die Fragen- Parameter."