Sehr geehrter Obmann Obst iR Dr. Albel!

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage im Namen der Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere sowie der Plattform Wehrpflicht – Wehrhaftes Österreich. 

 

Das Österreichische Bundesheer liegt mir persönlich sehr am Herzen. Es ist unmittelbar mit dem Schicksal unserer Heimat verbunden – Österreich wäre ohne das Bundesheer für mich denkunmöglich. Bei allen prägenden sicherheitspolitischen Ereignissen der Zweiten Republik spielte das Bundesheer eine entscheidende Rolle und ist darüber hinaus Garant für einen umfassenden Katastrophenschutz. Das Österreichische Bundesheer ist für unser Land identitätsstiftend und für seine Souveränität unabdingbar.

Die aktuelle Situation des Bundesheeres ist zweifelsohne in manchen Bereichen unbefriedigend. Mit der Volksbefragung zur Wehrpflicht gab es ein klares Bekenntnis der Österreicherinnen und Österreicher zu einem starken, modernen Heer mit reformierten Aufgaben und Strukturen. Die verantwortlichen politischen Entscheidungsträger müssen klar artikulieren, dass Sicherheit einen Wert hat. In diesem Sinne unterstütze ich alle Maßnahmen, die zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres beitragen. Es ist allein der hohen Leistungsbereitschaft der Truppe zu verdanken, dass wir das Bundesheer gerade in den aktuellen Krisenzeiten als stabilen und einsatzbereiten Partner der österreichischen Bevölkerung erleben dürfen. Darauf bin ich stolz. 

Doch wir brauchen auch eine europäische Dimension in der Sicherheitspolitik – das zeigt die Flüchtlingskrise ganz deutlich. Die Verträge der Europäischen Union sprechen eine klare Sprache, aber sie müssen zum Leben erweckt werden. Es kann jeder Mitgliedsstaat mit hohem Aufwand seine eigenen Grenzen schützen, oder Europa macht das gemeinsam. Das Bundesheer kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. 

Ein leistungsfähiges Bundesheer ist Voraussetzung für ein sicheres Österreich. Ich unterstütze die Initiative „Stopp der Bundesheer-Zerstörung! Für ein sicheres Österreich“, da sie ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Debatte um die Zukunft des Österreichischen Bundesheeres ist und das Bewusstsein in der Bevölkerung für eine moderne Landesverteidigung stärkt. 

Ich bin überzeugt davon, dass es gerade in schwierigen Zeiten einen Bundespräsidenten braucht, der Erfahrung, Weitblick und vor allem Mut beweist. Ich will an einer sicheren Zukunft für unsere Kinder und für unser Land arbeiten – so überparteilich, wie ein Bundespräsident sein soll. So verantwortungsvoll, wie der Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres sein muss. So staatsmännisch, wie es das Amt verlangt. Bitte unterstützen Sie mich dabei! 

 

Beste Grüße, Ihr 

Dr. Andreas Khol