Nachstehende Zeilen wurden uns übermittelt (Verfasser der Redaktion bekannt) und werden gerne wiedergegeben, weil sie eine berechtigte Meinung darstellen:

Die Karikatur in der Kronenzeitung vom 12 11 15 zeigt leider sehr genau was Medien und Politik vom ÖBH halten! Die Evolutionstheorie vom Soldaten zum Polizisten! Unsere Generalität schweigt, die Personalvertretung schweigt und die Truppe verzweifelt langsam, oder ärgert sich maßlos, so wie ich.
Die eingesetzten Soldaten machen die gleichen Aufgaben wie ihre Kameraden von der Polizei, jedoch unter weit schlechteren Voraussetzungen: längere Dienstzeiten, schlechtere Unterkünfte und weit schlechtere Bezahlung!

Den Herrn Minister freut es! Vermutlich weil einige von uns jetzt die Evolutionsleiter nach oben steigen können! Er gibt sogar ganz stolz zu, dass einige Soldaten jetzt bessere Berufschancen erhalten! Warum machen wir noch Werbung (Karriere beim Heer!) für unser ÖBH; vermutlich damit ein wenig Restgeld von unserem ohnehin sehr bescheidenen Budget noch an die Wirtschaft zurückgegeben wird!
Was passiert mit einem Wachhund, den man dauernd schlägt und ständig unterernährt? Er geht vor die Hunde! Nur was, wenn man ihn dann einmal braucht, so wie jetzt bereits? So weit denken leider Politik, Personalvertretung (von der man wenig hört!), Medien und somit auch viele Österreicher nicht! Sehen die nicht, dass wir bereits im Einsatz sind, weil Polizei und die unzähligen Freiwilligen es nicht mehr schaffen!

Ergänzend dazu muss man anmerken, dass die (wenigen) Berufssoldaten einer bis dato nicht verizierbaren Äußerung nach bereits seit zwei Monaten im Einsatz sind und bis dato keine Informationen erhalten haben, wie es mit einer allfälligen Ablöse und weiteren Planung aussieht. Wenn das stimmt könnte zur Ansicht gelangen, dass hier seitens dem BMLVS unverantwortlich gehandelt wird. Aber vielleicht unterliegt das auch einem "Maulkorberlass"?

Weiters wäre anzumerken, dass eine bevorzugte Aufnahme von Zeitsoldaten bei der Polizei natürlich zu begrüßen ist. Aber dann müsste dies ausschließlich und erst nach Ablauf einer etsprechenden Verpflichtungsdauer beim Bundesheer erfolgen. Dann könnte man eine Konkurrenzierung vermeiden und hätte das Bundesheer auch eine Werbemaßnahme verfügbar.

So lange aber die Polizei weit bessere Bedingungen bietet als es das Bundesheer machen kann, so lange besteht für junge Menschen ohnehin kein Grund, sich beim Bundesheer zu verpflichten. Sie sind ja nicht dumm und entscheiden sich natürlich für den attraktiveren Beruf.