Wo bleiben Ehrlichkeit, Vernunft und Hausverstand?

 Was muss in Österreich noch alles passieren, ehe der „Volkszorn“ erwacht?

Der Hausverstand, den die Österreicher und Österreicherinnen bei der Befragung über die Wehrpflicht bewiesen haben, hätte für die Regierungsparteien eigentlich ein Fingerzeig sein können. Ein Fingerzeig dafür, dass man nur mit ehrlicher und sachlich richtiger Arbeit punkten kann.

Genau das scheinen die damaligen und heutigen Koalitionspartner aber nicht erkannt zu haben.

Wie sonst ist das plötzlich nach der Wahl aufgetreten „Budgetloch“ zu erklären? Wie sonst kann man sich erklären, dass man beim Bundesheer Kaputtsparen als „Reform“ bezeichnet? Wie sonst ist es zu erklären, dass man Sparmaßnahmen verlangt aber gleichzeitig mehr Soldaten in das Ausland entsendet und damit Mehrkosten erzwingt? Wie sonst ist es zu erklären, dass man unverändert und bar jeder Menschenwürde Soldaten als (noch dazu einzusparenden!) „Sachaufwand“ betrachtet?

Das ist nicht nachvollziehbar. Vor allem wenn man bedenkt, dass eben erst eine Schneekatastrophe passierte und niemand wissen kann, was im Rest des Jahres noch alles passieren wird!

Die IGBO fordert daher ein sofortiges Überdenken der das Bundesheer betreffenden „Sparmaßnahmen“ und absolute Seriosität in der Wahrnehmung der Sicherheitsinteressen unserer Republik anstelle der Wahrnehmung von Interessen einzelner Gruppierungen oder einzelner Personen.

Der Spruch „geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut“ verleitet nämlich zu falschen Schlussfolgerungen! So werden durch die Gewinnmaximierung für Wenige immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen durch ihre Arbeit krank, fühlen sich überfordert und ausgenutzt. Das trifft auch auf den Öffentlichen Dienst und damit auf das Bundesheer zu.

Also müsste es richtig lauten: „geht es den Menschen gut, geht es auch der Wirtschaft gut“!

Kann es den Menschen in Österreich kann aber auf Dauer gut gehen, wenn sie belogen, ausgebeutet sowie schutz- und wehrlos gemacht werden?

Wenn der Bevölkerung dies einmal bewusst wird und sie keinen anderen glaubwürdigen Ausweg mehr sieht, dann werden auch die Österreicherinnen und Österreicher „sich wehren“ und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen.