Reform des Grundwehrdienstes scheint gefährdet!

Junge Offiziere ohne Zukunftsaussichten?

 

Die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO) steht der von der Bundesregierung großspurig verkündeten Reform des Grundwehrdienstes skeptisch gegenüber. 

Nicht nur, dass man für diese Investition in die Zukunft kein zusätzliches Geld zur Verfügung stellt, wurden und werden durch das Bundeskanzleramt ständig Arbeitsplätze für Offiziere des Truppendienstes in einem hohen Ausmaß in Posten für zivile Bedienstete umgewandelt. 

Genau die Offiziere des Truppendienstes aber sind jene Personen, die die Reform des Grundwehrdienstes verantwortlich umsetzen müssen. 

Durch die Umwandlung von Arbeitsplätzen für  Offiziere nimmt man jungen Kräften die Zukunftsaussichten und wird daher über kurz oder lang keinen Nachwuchs mehr haben. Dies zeigt sich bereits ganz deutlich in den Zahlen der Offiziersanwärter an der Militärakademie, wo die Zahl der Studierenden statt der erwarteten 40 bereits deutlich geringer geworden ist. 

Außerdem ist es für langgediente Soldaten herabwürdigend und frustrierend, wenn sie gezwungen sind, für eine weitere Beschäftigung im Bundesheer die Uniform auszuziehen. 

Die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere verlangt daher sofort eine politische Entscheidung, dass Arbeitsplätze für Offiziere im erforderlichen Umfang bereitgestellt und erhalten werden. Von der GÖD wird verlangt, dass die Interessen der Berufsgruppe „Soldat / Soldatin“ aktiv wahrnimmt. 

Das Volk hat am 21. Jänner ganz eindeutig entschieden. Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung dies zur Kenntnis nimmt und danach handelt.
Dabei ist zu berücksichtigen:
- Es kann kein Heer ohne Soldaten geben.
- Jede Armee braucht militärische Führungskräfte.