Der Vorstand der IGBO hat heute und auf Grund der aktuellen Entwicklungen erneut in einer Presseaussendung zur Wehrdienstdiskussion Stellung genommen.

Hier der Text:
Folgekosten bei Abschaffung der Wehrpflicht ignoriert oder falsch dargestellt!
UTl.: Welcher politischen Absicht dient stümperhafte Planung?

Hochinteressant war die Diskussion zur bevorstehenden Volksbefragung über die Wehrpflicht am 09.09. um 22 Uhr in der Sendung „Im Zentrum“ im ORF.
Der Kabarettist Thomas Maurer hinterfragte völlig zu Recht, was das Bundesheer denn können soll, damit man sinnvoll über dessen Strukturen diskutieren kann. Das hat auch die IGBO bereits wiederholt gefordert. Es ist eine Frage des „Hausverstandes“ so vorzugehen, um Fehler zu vermeiden. Daher verlangt die IGBO neuerlich eine seriöse Diskussion und Beschlussfassung über die Sicherheitsdoktrin Österreichs.

Darüber hinaus verlangt die IGBO eine genaue Kalkulation und Offenlegung möglicher Folgekosten der beabsichtigten Maßnahmen. Denn genau diese sind in der bisherigen Argumentation nicht oder bestenfalls beschönigend genannt worden.
Einem Artikel in Die Presse vom 01.09.2012 unter dem Titel „Wehrpflicht: Geopfert auf dem Altar der Moderne“ von Detlef Buch beispielsweise ist zu entnehmen, dass in Deutschland durch Experten Folgekosten von etwa 3 Milliarden Euro erkannt worden sind. Aber erst, als die Aussetzung der Wehrpflicht bereits beschlossen war!
Wie ernsthaft und genau man an der komplexen Aufgabe in Österreich arbeitet, ist der Zeitung Der Standard vom 14. September 2012 auf Seite 7 zu entnehmen. „Darf´s ein bisschen mehr sein?“ scheint die Einstellung zu sein, statt ordentlich zu planen. Mögliche Folgekosten nicht umfassend zu bedenken, kann aber nur als „grob fahrlässig“ beurteilt werden.
Dem Bundesheer wird seit Jahren die erforderliche Anstellung von Soldaten in geordneten Dienstverhältnissen verweigert. Es wird personell und finanziell aushungert – um Geld zu sparen! Nun aber werden möglicherweise ungleich höhere Kosten in anderen Bereichen ohne nachvollziehbarer Beurteilung in Kauf genommen. Das signalisiert weder Professionalität noch Verantwortungsbewusstsein!
Die demonstrierte Qualität der bisherigen Planungen in Zusammenhang mit der Absicht einiger weniger, die Wehrpflicht abzuschaffen, macht erkennbar, dass dies zu einem finanziellen Desaster führen muss. Auf Kosten unserer Sicherheit, und der Leistungsfähigkeit in allen betroffenen Bereichen.
Die IGBO unterstützt, dass sich verantwortungsvolle Politiker, Funktionäre und die Bevölkerung dieser Unvernunft widersetzen.