Gehaltsverhandlungen und mehr.
Worum geht es eigentlich? 

Unlängst stellte ein hoher Funktionär des ÖGB und der GÖD sinngemäß Folgendes fest: Ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes Österreichs liegt in den Banken. Die Banken haben mit diesem Geld nachweisbar gute aber auch riskante Geschäfte  vor allem in den ehemaligen Ostblockstaaten gemacht. Nun verlangen sie, dass der Staat ihnen beim Ausgleich der aus den riskanten Geschäften entstandenen Verluste zusätzliches Geld gibt, ohne zugleich ihre Gewinne dazu heranzuziehen.
Das sind aber die gleichen Personen, die auf Grund eben dieser Geschäfte auch Boni in unvorstellbaren Größenordnungen bekamen. Der Staat wird sozusagen erpresst (Eigeninterpretation des Autors) und glaubt, sich das erforderliche Geld bei den öffentlich Bediensteten holen zu können oder zu müssen, weil dies auch in der Öffentlichkeit opportun erscheint.
Das dürfen und können wir uns nicht gefallen lassen! 

 

Es geht also bei den laufenden Gehaltsverhandlungen um mehr als um einige Prozentpunkte, es geht um die künftige Vorgehensweise gegenüber den Öffentlich Bediensteten und damit um dessen Zukunft.
Daher werden die GÖD und die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten wohl auch zu „Kampfmaßnahmen“ greifen müssen, um die Interessen der Betroffenen wahren zu können.  

Was bedeutet das für die Offiziere des Bundesheeres? Dürfen und sollen wir streiken, wenn auch wir von der GÖD dazu aufgerufen werden? Eines muss uns klar sein: Wenn wir uns mit unseren Interessen in der GÖD durchsetzen wollen, dann können wir nicht fernbleiben, wenn die GÖD im Interesse aller Öffentlich Bediensteter handelt. Solidarität ist und kann keine Einbahn sein!

Unabhängig davon, dass die Rechtslage in dieser Frage durch die GÖD eindeutig geklärt werden wird, werden daher auch die Öffentlich Bediensteten des BMLVS Aufrufen zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen Folge leisten müssen, wollen sie sich nicht innerhalb der GÖD isolieren.

Vor allem aber wird Solidarität durch alle gezeigt werden müssen, die dies jedenfalls ungefährdet machen können: Die Angehörigen des Ruhestandes. Denn: Es geht um unseren Nachwuchs, es geht um unsere Jugend!

Daher: Wir machen mit, damit wir uns solidarisch zeigen und uns mit Recht auch Solidarität in uns betreffenden Fragen erwarten können!