Information der GÖD zu den heute erfolgten Gehaltsverhandlungen:

Wien, 12.11.2011

Kein Gehaltsangebot für 2012!

Die Bundesregierung, vertreten durch die Bundesministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Dr. Maria Fekter, hat den Gewerkschaften der öffentlichen Dienste unter Verhandlungsleitung von Fritz Neugebauer (GÖD) und Ing. Christian Meidlinger (GdG/KMSfB) kein Angebot zur Erhöhung der Gehälter vorgelegt.

Die Bundesregierung ist nicht gewillt, die Inflation abzugelten!

Sogar die Vereinbarung, wonach Basis für Gehaltsverhandlungen abgerechnete Zeiträume sind, wurde in Frage gestellt. Dies bedeutet eine Änderung der seit Jahren praktizierten Vorgangsweise, die Regierung wechselt quasi das Pferd im Galopp!

Die Politik hat es verabsäumt, funktionierende Rahmenbedingungen für den Banken- und Finanzsektor aufzustellen. Die öffentlich Bediensteten haben die Krise nicht verursacht, sie können daher auch nicht die Lastenträger sein!

In diesem Sinne waren auch die Ausführungen des Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer beim 16. GÖD-Bundeskongress: Angesichts der europäischen Finanzkrise müsse die Staatsverschuldung reduziert werden, aber nicht auf Kosten „der ArbeitnehmerInnen und der öffentlich Bediensteten“.

Die Qualität des öffentlichen Dienstes sichert den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Kaufkraftstärkung aller ArbeitnehmerInnen ist der Konjunkturmotor schlechthin!

Die Gewerkschaften halten fest:

Wir verlangen einen Reallohnzuwachs für alle Kolleginnen und Kollegen!

Die Forderung von 4,65% bleibt aufrecht.

Der nächste Verhandlungstermin wird kommende Woche vereinbart.

Mit kollegialen Grüßen

Neugebauer Dr. Gloss Holzer, Dr. Freiler Gabriel, Mag. Korecky, Dr. Schnedl Gruber, Aiglsperger