Das Bundesheer braucht junge (freiwillige) Offiziere!
Schaut so die "Freiwilligenarmee" von BM Darabos aus?

Endlich ist es vorbei, das "Vorbereitungssemester" sowie das Auswahl- und Aufnahmeverfahren für die Bewerber um Studienplätze am Fachhochschul-Studiengang "militärische Führung" an der Theresianischen Militärakademie.

Als älterer Kamerad blickt man gespannt auf den herankommenden Nachwuchs für das Offizierskorps des Bundesheeres.

Dabei registriert man aber mit Entsetzen zwei Faktoren, die zumindest bedenklich scheinen.

So wurde noch vor Kurzem seitens des BMLVS vorgesehen, die Zahl an Studienplätzen von bisher 99 auf 120 zu erhöhen. In Wirklichkeit hat man ab sofort die Zahl der neu aufzunehmenden Offiziersanwärter auf 60 (plus Wiederholer) beschränkt.

Darüberhinaus hat man als Status für die Studenten an der Militärakademie den einer "Person im Ausbildungsdienst", also den eines Grundwehrdieners festgelegt.

Aktuell verlangt man seitens des Kommandos der Theresianischen Militärakademie sogar, dass jene, die bereits einen anderen Status (also zum Beispiel "Militärperson auf Zeit") haben, freiwillig aus dieser Art des Dienstverhältnisses austreten und in den Status eines Grundwehrdieners wechseln, um an der TherMilAk studieren zu können.

Man verlangt damit, dass die Betroffenen aus einem ordentlichen Dienstverhältnis in ein wesentlich schlechteres und vor allem unsicheres "Dienstverhältnis" wechseln, um Offizier werden zu können.

Die Frage ist: Was ist von einem "Kommandanten" zu halten, der sein Personal bewusst nachteilig behandelt?  (Zum Weiterlesen bitte auf weiter klicken!)

 

Auch wenn es Ähnliches bereits gegeben hat kann man wohl mit Recht behaupten, dass eine derartige Vorgangsweise weder die Attraktivität erhöht noch das erforderliche Vertrauen zwischen Soldaten und Vorgesetzten fördert.

Vielmehr muss man eine derartige Vorgehensweise als Ausbeutung empfinden und als Bestrafung jener, die aus Begeisterung den Beruf eines Berufsoffiziers anstreben. Daher ist diese Vorgehensweise des BMLVS abzulehnen.

Mit Genugtuung hat die IGBO registriert, dass der Dienststellenausschuss beim Kommando der TherMilAk diese Maßnahme beeinsprucht hat und erwartet, dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen für den Soldatenberuf im Allgemeinen und den Offiziersberuf im Besonderen sicherstellt.

Den Betroffenen ist daher zu raten, bis zur Klärung der Rechtsfragen im bestehenden Dienstverhältnis zu verbleiben und keinesfalls eine Austrittserklärung zu unterschreiben!

Ein weiterer Ratschlag auf Grund dieser Vorgehensweise ist: Der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst beitreten, um gegebenenfalls deren spezialisierten Rechtsschutz in Anspruch nehmen zu können!