„Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter.“ 

Die aktuellen Schlagzeilen sind wieder einmal mehr als ernüchternd. Was wir von unserem Minister erwarten können, wissen wir ja mittlerweile. Aber das „Dossier Entacher“ erschüttert mich persönlich zutiefst.

Weniger, dass es wirklich soweit kommen musste, als vielmehr, dass es anscheinend unter den Führungkräften des BMLVS genug Personen gibt, die ein derart widriges und unmoralisches Vorgehen unterstützen und beim Zusammentragen von Pseudoverfehlungen behilflich sind.

Offensichtlich haben diese Menschen das Zitat von Julius Cäsar „Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter.“noch nicht gehört, anders ist dieses unkameradschaftliche und unkollegiale Verhalten für mich nicht nachvollziehbar.

Ich kann in diese Führung kein Vertrauen mehr haben. Denn: Was passiert, wenn einer von uns im Sinne des Auftrages in eine kritische Lage kommt und in Sekundenbruchteilen über Leben und Tod entscheiden muss? Egal was passiert, man kann sich gleich auf eine öffentliche Hinrichtung vorbereiten. Man denke nur an den Fall „Freistadt“ und ähnliche Situationen.

Da passt die aktuelle OTS Meldung auch ins Mosaik: Beschwerdekommission - 2010 - zwölf Prozent aller Beschwerden stammen von Offizieren!

"Gleiche Leistung bei gleichen Kosten – aber ohne Zwang" – ein toller Slogan - passt da natürlich auch dazu !

Sein „Erfinder“ und „Prediger“ hat allerdings eines übersehen: Nicht er bestimmt, ob das auch funktioniert. Wir sind es, die entweder mitmachen oder auch nicht! Die künftigen Bewerber sind es, die dieser Idee zum Leben verhelfen oder auch nicht! Die entscheidende Frage ist daher: Sieht so ein attraktiver Arbeitgeber aus?

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Zusammenhang ist aber folgende Feststellung: "Verwundert zeigte sich Darabos, dass ein Verschlussakt an die Öffentlichkeit dringt. Das sei jedenfalls nicht von seiner Seite und seinen Mitarbeitern ausgegangen, "sondern offensichtlich von der anderen Seite". Denn er sei interessiert daran, keinen Verfahrensfehler zu machen. So Darabos."

Jener, der das Recht augenscheinlich mit Händen und Füßen tritt wundert sich also, dass derartige Machenschaften auch noch aufgedeckt werden. Als ob Geheimhaltung nicht dem Schutz von schutzwürdigen Inhalten dient sondern, um miese Machenschaften zu verstecken!

 

Es ist klar, von solchen Vorgesetzten haben wir nichts zu erwarten. Daher muss die IGBO sich für uns auf die Füße stellen und weiterhin klar gegen derartige Vorgangsweisen auftreten. Resolutionen, Petitionen, Unterschriftenaktionen, Forderung nach einer parlamentarischen Untersuchung – egal: Ich mache mit!