Die Lage ist ernst genug, wir brauchen kein Kasperltheater!
Es wird Zeit, dass unsere Politiker das auch begreifen.

 

"Keine Kasernenschließungen in Tirol" so der Titel auf http://www.imzoom.info/article.php/20110324164206458

Besonders beachtenswert ist der Absatz:

"Eine für Tirol wichtige Botschaft hatte Minister Darabos auch mit im Gepäck: Es sollen keine Kasernen geschlossen werden. ... „Egal, welche Form das Bundesheer in Zukunft haben wird, die Militärkommanden wird es weiterhin geben“. 

Hier die Situation in Vorarlberg (25.03.11)

"Ich bin ein Garant dafür, dass die Militärmusik in allen neun Bundesländern bestehen bleibt."

Natürlich darf auch nicht fehlen: "Es (das Bundesheer; Anm d. Verf.) soll bei gleichen Kosten die gleiche Leistung wie bisher erbringen, jedoch ohne Zwang."

Es stellt sich aber schon die Frage, wenn alles bleibt wie es ist, warum sollen wir überhaupt etwas ändern?

Auf der einen Seite wird uns ständig vorgeworfen, dass wir professioneller werden müssen und gleichzeitig wird von genau jenen propagiert, dass einzelne Bereich auf keinen Fall angegriffen werden dürfen, noch bevor eine Detailanalyse und Beurteilung vorliegt. 

Hier geht es nicht um Tirol und Vorarlberg beziehungsweise den Truppen oder den Militärkommanden in diesem Bundesländern! 
Es ist einfach unseriös, wenn vorab (partei-) politische Festlegungen erfolgen und uns dann wieder vorgeworfen wird, dass wir unprofessionell sind, obwohl wir nur das ausbaden können, was uns von der Politik eingebrockt wurde.

Vergleiche auch: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,586990


 

Nicht viel besser ist die Meldung in Die Presse vom 24.03.11

"Der Budgetfahrplan geht bis zum Jahr 2015, im Jahr 2014 laufen die Raten für den Abfangjäger Eurofighter aus. Darabos will aber die dafür vorgesehenen 216 Mio. Euro weiterhin haben und hat diese Mittel für seine Umstellung auf ein Berufs- und Freiwilligenheer auch schon fix eingeplant."

Aha, das Spiel kennen wir doch schon, oder? War da nicht auch 1% vom BIP für ÖBH 2010? Von den anderen Reformen sei hier gar nicht gesprochen, wo auch immer auf Sand geplant wurde - die Zusagen wurden seit dem Bestehen des Bundesheeres nie eingehalten. Diesmal gibt es nicht einmal eine Zusage und es wird wieder fleißig ein Luftschloss geplant. Gratulation, Herr Bundesminister!


Im selben Artikel liest man:

Kein Bescheid für Entacher

"Der abgesetzte Generalstabschef Edmund Entacher hat trotz Auslaufens der Frist vorerst keinen Bescheid erhalten. Die Begründung: Der General habe auch gegen seine Dienstzuteilung Einwendungen erhoben, und diese müsse man gründlich prüfen und im Bescheid berücksichtigen. Gesetzliche Frist dafür gebe es keine, heißt es aus dem Verteidigungsressort."

Und wieder einmal zeigt sich, was Gesetze in Österreich zählen. Alle sind gleich, nur manch Gleicher ...

Die IGBO verlangt ein sofortiges Ende des Kasperltheaters und endlich eine seriöse Arbeit der Bundesregierung für Österreich und sein Bundesheer!