Delegiertenkonferenz 2007 der IGBO brachte interessante Erkenntnisse

Die Delegiertenkonferenz 2007 der IGBO wurde erstmals im Atrium der ÖBV abgehalten.Die Teilnehmer wurden in Vertretung des Herrn Generaldirektors Dr. Hauf von Frau Landesdirektor Helga Panzenböck (LD für NÖ-Süd und Burgenland) herzlich willkommen geheißen. In Ihrer Begrüßung strich Frau Panzenböck heraus, dass die ÖBV seinerzeit als „Selbsthilfeverein der Öffentlich Bediensteten“ gegründet worden ist und auch heute noch mit maßgeschneiderten Produkten für Öffentlich Bedienstete eine besondere Stellung unter den Versicherern Österreichs darstellt.

 Der Gastredner, Dr. Wilhelm Gloss, stellvertretend für den Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, widmete sich dem Hauptthema der Konferenz und referierte sachkundig zur Frage „Ein Soldatendienstrecht aus der Sicht der GÖD".

Dr. Gloss, einer der Experten auf dem Gebiet des Dienstrechts im Öffentlichen Dienst, war maßgeblich daran beteiligt, dass mit den Universitäten und den dort angesiedelten Personalvertretungen ein neues Dienstrecht ausverhandelt werden konnte. Dieses neue Dienstrecht für die Universitäten könnte - so man Signale aus dem BKA richtig deutet - auch als „Muster" für ein neues „Bundesbediensteten - Dienstrecht" herangezogen werden.

Dr. Gloss erläuterte an Hand des Universitätsdienstrechts neue Ideen und Denkansätze wie zum Beispiel das Festlegen von Tätigkeitsfeldern (etwa analog den Richtfunktionen) an Stelle fix bewerteter Arbeitsplätze. Oder zum Beispiel die Frage der Besoldung, wo für die Höhe derselben auch die Qualität der Arbeitsleistung eine Rolle spielen sollte.

Dr. Gloss betonte, dass aus Sicht der GÖD - wie übrigens ja auch im Regierungsübereinkommen der derzeitigen Bundesregierung dargelegt - nur ein einheitliches Dienstrecht für den Öffentlichen Dienst vorstellbar sei. Und innerhalb dieses einheitlichen Dienstrechts könne man dann spezielle Bedürfnisse einzelner Berufsgruppen auch speziell regeln.

Dr. Gloss stand abschließend geduldig Rede und Antwort und erlaubte eine umfassende sowie sachliche Diskussion.

Einer der Punkte, die dabei angesprochen wurden, war das Vorgehen des BMLV hinsichtlich der durch zahlreiche Offiziere des Truppendienstes aber auch des Intendanzdienstes an Universitäten außerhalb Österreichs (aber innerhalb der EU!) abgelegten Studien. Die Teilnehmer der Delegiertenkonferenz nahmen mit Freude zur Kenntnis, dass Dr. Gloss wie zuvor auch schon der Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft, RegR ADir Wilhelm Waldner gewerkschaftlichen Rechtsschutz für die Betroffenen zusagte und daher mit einer raschen Klärung dieser Frage zu rechnen ist.

Im Formalteil der Delegiertenkonferenz wurde von der Versammlung ein erfreulicher Bericht der Revisoren zur Kenntnis genommen und beschlossen, jenen, die sich um die Möglichkeit des Studiums an der Corvinus - Universität und damit auch um die Offiziere des Truppendienstes verdient gemacht haben, in geeigneter Form zu danken.
Dies wird im Rahmen einer entsprechenden Veranstaltung anlässlich der Überreichung der Dekrete an die Absolventen des Studiums erfolgen und noch gesondert publik gemacht werden.

Mit einem herzlichen Dank an die gastfreundliche ÖBV, den Gastredner Dr. Wilhelm Gloss und an alle Teilnehmer schloss die Delegiertenkonferenz des 16. Bestandsjahres der IGBO programmgemäß.