RESOLUTION

Die IGBO beurteilt es als unprofessionell und den Grundsätzen der Logik widersprechend, wenn man zuerst ein System festlegt und dann erst dessen Aufgaben. Das bedeutet „das Pferd von hinten aufzäumen“. Bevor man über die Beibehaltung der Wehrpflicht oder eine weitere „Neuorganisation des Bundesheeres“ diskutiert, müssen die Aufgaben für das Heer definiert sein!

Daher fordert die IGBO:

  • - Zuerst muss das Parlament eine nationale Sicherheitsstrategie beschließen und erst dann sind Modelle zu entwerfen, wie die darin festgelegten Aufgaben des Bundesheeres gelöst werden können - und nicht umgekehrt!
  • - Der Begriff „Wehrpflicht“ umfasst eine Reihe von Aspekten, die umfassend und ernsthaft zu diskutieren sind. Oberflächlichkeit und Einseitigkeit in der Diskussion müssen zu Fehlschlüssen führen, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft von großem Nachteil sein können. Wie die Schulpflicht stellt auch die Wehrpflicht für unsere Gesellschaft einen Wert dar, der zu bemessen ist und durch Bereitstellung entsprechender (Geld-) Mittel zum Ausdruck kommen muss.
  • - Mit jedem Beschluss einer Reform des Bundesheeres ist auch klar zu regeln, was mit jenem Personal geschehen soll, das in einer neuen Struktur des Heeres nicht mehr benötigt wird. Die dafür erforderlichen strukturellen und legistischen Maßnahmen sind zu setzen und erforderliche Geldmittel außerhalb des Verteidigungsbudgets bereit zu stellen. Denn: Reformen können zwar nach deren Abschluss Einsparungen darstellen, erfordern aber vorher stets entsprechende Investitionen, um erfolgreich umgesetzt werden zu können.
 

WIENER NEUSTADT, am 16.01.2011

Für den Vorstand:
Der Obmann:
Siegfried Albel, MSc MSD, Obst e.h.
(Obst Siegfried ALBEL, MSc MSD)