Wie versteht
Bundesministerin Heinisch-Hosek
das „Beamtensystem“?
 

Die „Beamtenministerin“ lehnt – so ist den heutigen Medien zu entnehmen – die Anerkennung der Bachelors als Akademiker im Öffentlichen Dienst ab. Dies widerspricht sowohl den Intentionen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst als auch den Vorstellungen der IGBO. 

Daher nimmt der Vorstand der IGBO dazu wie folgt Stellung:

Für jeden Arbeitsplatz im Bundesdienst gilt folgende Regel:Der Arbeitsplatz muss im „Organisationsplan“ als Arbeitsplatz beschrieben sein und es muss im jeweiligen Budget das dafür erforderliche Geld bereitgestellt sein.

Die Behauptung, dass man die Bachelors im Bundesdienst deshalb nicht als „Akademiker“ einstufen kann, weil dies zu teuer käme, ist daher als falsch zu bewerten. Mit der Anerkennung der Bachelors als „Akademiker“ wird nämlich weder die Organisation im Bundesdienst anders noch würde dadurch das Budget verändert! 

Was sich allerdings sofort änderte wäre die Anzahl der Personen, die sich um Arbeitsplätze für Akademiker bewerben können.

 

 Was aber sind die Folgen dieser Nichtanerkennung?

Durch die Nichtanerkennung des Bachelors als Akademiker wird tausenden jungen Menschen Hoffnung auf einen besser dotierten Arbeitsplatz genommen, auch wenn sie willig und tüchtig sind. Das ist demotivierend.
Durch die Nichtanerkennung der Bachelors als Akademiker werden tausende junge Studierende vor den Kopf gestoßen und gleichsam gezwungen, statt zu vernünftigen Bedingungen in den Arbeitsprozess zu treten weiterhin die ohnehin überforderten Universitäten zu stürmen. Das widerspricht den Absichten des Bolognaprozesses und macht uns international lächerlich.
Durch die Nichtanerkennung des Bachelors als Akademiker wird der Umstellungsprozess der österreichischen Hochschulen auf das neue Graduierungssystem sinnlos gemacht und eine wahrscheinlich dringend notwendige Entlastung der Österreichischen Hochschulen bei gleichzeitigem Mittelabbau (Budgeteinsparungen!) vorsätzlich verhindert. Das ist Pleitepolitik.
Es stellt sich also die übliche Frage: Wem nützt das?