Die Delegiertenkonferenz der IGBO
hat am 10. 11. 2010 in Salzburg stattgefunden.

Nach einem Danke an die Proponenten, die vor 20 Jahren die vereinsrechtliche Gründung der IGBO beschlossen und vorbereiteten, sowie einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder der IGBO (allen voran an den Initiator und Gründungsobmann Oberst Karl Anton Stainer), stand das aktuelle Thema "Wehrpflicht oder Berufsheer?" auf der Tagesordnung.

In hervorragenden Vorträgen von Brigadier DDr. Pöcher und Brigadier Mag. Starlinger wurden relevante Aspekte für die Diskussion aufbereitet und Zusammenhänge aufgezeigt.

Obwohl die geplante Zeit schon durch die Vorträge deutlich überschritten wurde, kam es anschließend zu einer intensiven Diskussion auf höchstem Niveau. Auch die anwesenden Ehrengäste, der Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft in der GÖD, Regierungsrat Wilhelm Waldner und der Präsident der ÖOG, Hofrat Dr. Paulus, konnten sich davon überzeugen.

Im internen Teil der Veranstaltung setzte sich die Diskussion dann fort und führte zu folgenden Beschlüssen:

 1) Die IGBO vertritt die Meinung, dass eine Änderung des Wehrsystems der Republik Österreich nur nach einer Volksabstimmung zulässig ist, weil dies einer Änderung von leitenden Grundsätzen der Bundesverfassung gleich kommt.
2) Die IGBO verlangt daher, zu diesem Thema eine Volksabstimmung vorzunehmen.
3) Zur Vorbereitung dieser Volksabstimmung verlangt die IGBO vom Ressort die Offenlegung aller relevanten Faktoren und Zusammenhänge.
4) Von den politischen Parteien verlangt die IGBO eine offene und sachliche Diskussion.

Die IGBO geht davon aus, dass die Österreicherinnen und Österreicher
- die Zusammenhänge erkennen,
- die Ernsthaftigkeit der Argumente mit Hausverstand beurteilen und
- sich für die vernünftigste Lösung entscheiden.

Die IGBO ist der Überzeugung, dass die Bevölkerung den einzelnen Komponenten "ihrer Sicherheit" den richtigen Stellenwert bei misst. Die Politik ist daher gefordert, dem Rechnung zu tragen und weder das Bundesheer noch die Offiziere mit "einem Butterbrot" abzuspeisen.

Die IGBO wird jedenfalls weiterhin eng mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst kooperieren, um eine Weiterentwicklung der Berufsgruppe in einem gesicherten Rahmen gewährleisten zu können.