Nicht zuletzt in Zusammenhang mit den bevorstehenden Neuwahlen richtete der Vorstand der IGBO nachstehendes Schreiben an die Mitglieder des Nationalrates:

 

 

Geschätzte Damen und Herren des Präsidiums des Nationalrates!
Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete des Nationalrates!

Wieder einmal stehen Wahlen bevor. Wahlen, die für Österreich, für Sie und Ihre Parteiorganisationen nicht unbedeutend sind.
Der bevorstehende Urnengang ist aber auch für die Offiziere des Bundesheeres von großer Bedeutung. Denn es stellt sich die Frage, wie bisher auf die aufgezeigten Probleme unseres Berufsstandes eingegangen worden ist und wie mögliche Lösungsansätze aussehen.

Tatsache ist, dass die Offiziere des Bundesheeres, obwohl sie nach der Matura ein mehrjähriges Studium absolvieren, ehe sie ihren Beruf ausüben können, unverändert als „Maturanten" qualifiziert sind.
Das, obwohl sie im Gegensatz zu allen anderen Berufen (auch im Öffentlichen Dienst!) als einzige eine mehrjährige Führungs- und damit Managementausbildung absolvieren. Das, obwohl sie bisher in allen Einsätzen im In- und im Ausland hervorragende Leistungen erbracht haben. Und das, obwohl Österreich am Bolognaprozess teilnimmt und gemäß diesen Vereinbarungen zusätzliche Ausbildung auch zu einer Steigerung der Qualifikation führen müsste.

Der Gipfel der schlechten Behandlung der Offiziere des Bundesheeres stellt aber unverändert die Tatsache dar, dass die Absolventen des Fachhochschul - Diplomstudienganges „militärische Führung" im Gegensatz zu allen anderen Absolventen von Diplomstudien gemäß der 1. BDG-Novelle 2007 vom Recht ausgeschlossen sind, sich um A-wertige Arbeitsplätze im Öffentlichen Dienst bewerben zu können. Das kann nur als ein Affront sondergleichen empfunden werden weil es de facto ein bewusst geschaffenes Unrecht darstellt.

Die Offiziere des Bundesheeres dürfen sich wohl zu Recht erwarten, dass nicht nur unsere Arbeitsbedingungen durch Behebung der der Budgetprobleme des Bundesheeres (siehe http://www.oeog.at/) verbessert sondern vordringlich die oben angesprochenen Missstände beseitigt werden.

Das, geschätzte Damen und Herren, ersuchen wir Sie zu bedenken, wenn wir und unsere Angehörigen Ihnen unser Vertrauen schenken sollen.