Frage: Soll das Budget des Bundesheeres auf 3 bis 3,5 milliarden Euro erhöht werden?

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Denken Sie daran: Ohne Geld ka Musi, aber leider auch keine Sicherheit!

Geschätzte Mitglieder und Freunde der IGBO!

Die Bombe ist geplatzt und wir wundern uns über die Diskrepanz zwischen den Festlegungen im Regierungsprogramm einerseits und der "in Zahlen gegossenen Politik" der derzeitigen Bundesregierung andererseits. Und dabei kam das Wort "Landesverteidigung" in der Budgetrede des Finanzministers überhaupt nicht vor. Das Bundesheer wurde ausschließlich in Zusammenhang mit Migration und illegaler Zuwanderung erwähnt.

Das betrifft uns in zweierlei Hinsicht:

1) Wenn der Herr Bundesminister in einem Gespräch mit dem Obmann der IGBO erklärt, dass es "politischer Wille" des BMLV sei, die Besoldungsgruppen MBO 2 und MBO 1 analog der Lösung bei den Unteroffizieren zusammen zu führen, gleichzeitig aber auf die daraus resultierende finanzielle Mehrbelastung verweist, dann bedeutet dies, dass seine Absicht aus unserer Sicht zwar gut und richtig ist, dass er aber wegen des zu geringen Budgets die Realisierbarkeit in Zweifel stellt.

2) Das Budget des Bundesheeres führt uns auf ein Niveau zurück, das die militärische Landesverteidigung schlichtweg in Frage stellt.

Jetzt könnte man sagen: Na gut, dann gehen wir halt alle zur Polizei, denn dort scheint ja alles bestens zu sein. Ich behaupte aber, dass dies Soldaten eigentlich nicht wollen. Sie haben sich aus ganz bestimmten Gründen dafür entschieden, Soldaten zu sein und eben nicht Polizisten. Und das sollte die Bundesregierung genauso respektieren, wie sie es auch in anderen Fällen macht.

Man kann nicht ohne sich lächerlich zu machen internationale Verpflichtungen eingehen, Kooperationen schließen und sich bei Friedenseinsätzen nach vorne drängen, wenn man das dafür notwendige Instrument (konkret das Bundesheer) gleichzeitig zu Tode spart.

 Es ist so meinen wir, an der Zeit, dass in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik Österreichs endlich Vernunft einkehrt, politischer Konsens herbeigeführt wird und Ernsthaftigkeit Platz greift. Weil die Interessen Österreichs auf dem Spiel stehen.

Die derzeitige Situation (Diskrepanz zwischen den Worten und den Taten - Bereitstellung von Geldmittel) führt dazu, dass Soldaten in die Führung unseres Staates kein Vertrauen mehr haben können. Gerade Vertrauen ist aber für Soldaten ein unabdingbarer Wert, ohne den es nicht funktionieren kann. Vertrauen in eine gerechte Behandlung des Personals ist ebenso zwingend notwendig wie auch Vertrauen in eine möglichst gute Ausrüstung und Ausstattung aller Truppen für jeden Einsatz. Beides ist ohne entsprechende finanzielle Mittel nicht möglich. Daher muss es bei fehlendem Vertrauen zwangsweise zu Abwanderung des Personals kommen. Damit macht die Politik aber die Umsetzung ihrer Absichten selbst unmöglich. Österreich wird so schlichtweg für andere Staaten unglaubwürdig und muss Einfluss einbüßen. Wollen wir, die Bevölkerung und Wählerinnen / Wähler das? Ich behaupte: NEIN! Auch weil das unsre Sicherheit insgesamt gefährdet, wie man in den Medien etwa in Zusammenhang mit dem Skandal um des BVT nachlesen konnte.

In diesem Zusammenhang hat die Plattform Wehrhaftes Österreich eine Pressekonferenz abgehalten und folgende konkrete Forderungen erhoben:

1) De Nationalrat möge die Budgetgesetze dahingehend abändern, dass dem Bundesheer Mittel in der Höhe von etwa 3 Milliarden zugesprochen werden.

2) Die Zweckbindung der Mittel des Verteidigungsbudgets wäre weitgehend aufzuheben, damit der Verteidigungsminister über die gesamte Summe verfügen kann (um z. B. Umschichtungen vornehmen zu können).

3) Das Budget des Bundesheeres wäre schrittweise an den Wert von 1% des Bruttoinlandsproduktes anzuheben.

Nur so kann nach Ansicht aller Mitglieder der Plattform eine glaubwürdige und wirksame Landesverteidigung stattfinden und auch internationale Reputation erreicht werden. Davon sind auch wir überzeugt.

Der Vorstand der IGBO wünscht Ihnen allen Frohe Ostern und hofft, dass in den Nächsten Wochen im Sinne der aufgezeigten Möglichkeiten sowohl im Nationalrat als auch in der Bundesregierung für uns alle und für Österreich positive Entscheidungen fallen werden.

 

Text: C. Gössl / Fotos: J. Möseneder

Tag der Wehrpflicht

150 Jahre Wehrpflicht in Österreich

5 Jahre Wehrpflicht-Volksbefragung

 

Der traditionelle Tag der Wehrpflicht fand – wie jedes Jahr – am 20. Jänner statt. Und als bedeutender Erfolg durfte festgestellt werden: Die Parlamentsparteien sind sich über eine ausreichende Budgetierung des Bundesheeres einig und stehen selbst einer Debatte über die Wiedereinführung des Modells „6+2“ offen gegenüber.

Vor fünf Jahren sprach sich die österreichische Bevölkerung mit etwa 60% Zustimmung für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht aus. Heute kann gesagt werden, dass dieses Ereignis den ersten Schritt einer wehrpolitischen Bewusstseinsänderung in Österreich darstellte. Eine Trendwende wurde eingeleitet, an deren Entwicklung die Plattform Wehrhaftes Österreich von Anfang an maßgeblich beteiligt war und weiterhin ist; nicht zuletzt deshalb, da ihre Vertreter mit Beharrlichkeit und Prinzipientreue im steten Diskurs mit Vertretern aus Politik und Militär die Probleme im Sicherheitssektor thematisierten. So auch bei diesem Tag der Wehrpflicht, der im Haus der Industrie unter dem Themenkreis „150 Jahre Wehrpflicht in Österreich – 5 Jahre Wehrpflicht-Volksbefragung“ als eine der ersten Veranstaltungen des Jubiläumsjahres 2018 stattfand.

Bei dieser Veranstaltung fanden sich etwa 330 Personen ein, allen voran die Vertreter der politischen Parteien, insbesondere die Diskussionssteilnehmer NRAbg. Mag. Michael Hammer (amtsführender Vorsitzender der Parlamentarischen Bundesheerkommission und Mitglied im Landesverteidigungsausschuss, ÖVP), NRAbg. Dr. Reinhard Bösch (Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses, FPÖ), NRAbg. Rudolf Plessl (Mitglied des Landesverteidigungsausschusses, SPÖ) sowie Bundesminister a.D. Dr. Friedhelm Frischenschlager (Mitglied der Parlamentarischen Bundesheerkommission, NEOS). Unter den Gästen befanden sich außerdem weitere höchste Repräsentanten aus Politik und Militär, wie der Generalsekretär im BMLV Dr. Wolfgang Baumann und Staatssekretär DDr. Hubert Fuchs. Die militärischen Ehrengäste wurden vom stvChGenStb GenLt Bernhard Bair angeführt. Ein Bläserensemble der Gardemusik gab der Veranstaltung einen festlichen Rahmen.

 

Zusammenarbeit über die Ressortgrenzen hinaus

Generalsekretär Dr. Baumann übermittelte in seinen Grußworten die besten Wünsche des neuen Verteidigungsministers Kunasek, der leider nicht selbst am Tag der Wehrpflicht teilnehmen konnte. Er betonte, dass die Ressortführung um eine enge Kooperation mit den wehrpolitischen Vereinigungen und der Opposition zur positiven Gestaltung des Bundesheeres bemüht ist, geht das Thema der Landesverteidigung doch auch die gesamte Nation etwas an. Beim neuen Bundesminister treffen viele Forderungen der Plattform auf positive Resonanz. Der Erhalt des Militärrealgymnasiums - als eines der geplanten Leuchtturmprojekte für 2018 - zeugt beispielsweise davon, dass das Sicherheitsbewusstsein positiv in der Gesellschaft und in der Bildungslandschaft verankert werden soll, was klar einer Forderung der Plattform entspricht. Wie der Generalsekretär jedoch selbst betonte, werden diese positiven Absichten von einer ausreichenden Budgetierung des Verteidigungsministeriums abhängen, die nicht unumstößlich gesichert erscheint. Die eingeleitete Trendwende ist somit noch lange nicht gesichert!

 

Die Mitgliederversammlung 2017 der IGBO fand statutenkonform am 30. Juni statt. Hauptthema des öffentlichen Parts war die Umsetzung der Bologna-Verträge.

Zu diesem Thema war seitens der GÖD Dr. Eckehard Quin anwwesend und erläuterte, wie sich die GÖD die Umsetzung hinsichtlich des Bundesbediensteten-Gesetzes (BDG) vorstellt. Dr. Quin, ist Leiter des Referates für Dienstrecht und Kollektivverträge in der GÖD und stellte die Schwierigkeiten und Möglichkeiten dieser komplexen Problematik aus Sicht der GÖD umfassend dar. Die IGBO bedankt sich bei Dr. Quin und damit auch beim Vorsitzenden der GÖD sehr herzlich für die ausgezeichnete Information und das Versprechen, die Intentionen der IGBO zu unterstützen.

Seitens des BMLVS war der Leiter der Zentralsektion gebeten worden, zum Thema aus der Sicht des BMLVS Stellung zu nehmen. Nachdem der Sektionschef mitteilte, dass er persönlich zu diesem Termin verhindert sei, wurde seitens des Vorstandes darum ersucht, doch einen Vertreter zu entsenden. Diese Bitte blieb unbeantwortet.

Die Versammlung beschloss dann nach Diskussion, eine sofortige Zusammenlegung der Besoldungsgruppen MBO 2 und MBO 1 zu fordern, weil dies die einzige Möglichkeit zu sein scheint, die Komplexität des Themas zu reduzieren und allen Aspekten grundsätzlich gerecht werden zu können.

 In einem weiteren Schritt der Versammlung erfolgte dann die Neuwahl des Vorstandes. Dazu hatte der bisherige Vorstand einen Wahlvorschlag eingebracht, welcher einstimmig angenommen worden ist.

Somit wurden gewählt:

Obmann:
Obst i.R. Dr. Siegfried Albel

Obmannstellvertreter:
Obst Friedrich Aflenzer, MSc MA
Hptm Mag.(FH) Dr. Karl-Vinzenz Testor

Schriftführer:

Obstlt Bertram Hadeyer

Schriftführerstellvertreter:

Obstlt Wolfgang Winkler

Kassier:

ObstdIntD Ingomar Koban, MSc

Kassiersstellvertreter:

Obst Gottfried Schwarzenbacher, MSc

Revisoren:

Obst Thomas Leprich, MSc

Obstlt Andreas Hofer, BA, MA

Kameradschaftssenat:

Obst Leopold Mühlbacher, MSD MBA; Obstlt Matthäus Trigler; Obstlt Otto Groiss

Die IGBO hat seit geraumer Zeit ein interessantes Angebot für Bachelors und Absolventen der Theresianischen Militärakademie "alt" eröffnet:

Ein Masterstudium!

Das Studium kostet 3000,00 Euro je Semester. Es gibt aber ein Stipendium, wodurch dieser Betrag deutlich gesenkt werden kann.

Der zu erwerbende akademische Grad ist ein MSc "Führung und Organisation mit Modul Krisenmanagement".

Wer Interesse hat kann Details vom Obmann der IGBO über unsere HP erfragen.

Die von der IGBO im Rahmen der Plattform wehrhaftes Österreich mitgetragene Bürgerinitiative
"Stopp der Bundesheer-Zerstörung! Für ein sicheres Österreich!"
wurde erfolgreich abgeschlossen:

Es gibt mehr Geld für das Bundesheer!

Wie auch den zahlreichen Presseartikeln zu entnehmen ist, wird es in Tranchen eine Steigerung des Budgets des Bundesheeres geben. Das ist gut so, denn die strikten Vorgaben für die Verwendung öffentlicher Mittel bedingen ja auch eine entsprechende Vorlaufphase, bis tatsächlich Geld fließen kann. Ausschreibungsverfahren etc. benötigen naturgemäß eine entsprechende Zeit. Daher wäre dem Bundesheer mit einer "Bundesheermilliarde" eigentlich nicht geholfen gewesen. Eine planbare Steigerung künftiger Budgets aber erlaubt ein geordnetes, gut geplantes und korrektes Vorgehen.

Besonders erfreulich beurteilt der Vorstand der IGBO, dass Bundesminister Mag. Doskozil einen Weg des Miteinanders eingeschlagen hat. Einen Weg des Gespräches und nicht einen Weg der einsamen Beschlüsse und des Ignorierens anderer Meinungen. Diskussion und Überzeugung ist angesagt, um die Entscheidungen dann gemeinsam tragen zu können. Das ist ganz im Sinne dessen, was der Vorstand der IGBO immer wieder vorgeschlagen hat, weil es wohl einer demokratischen Grundhaltung am ehesten entspricht. Mündige Bürgerinnen und Bürger sollte man einfach nicht ignorieren.

Als erfreulich beurteilt der Vorstand der IGBO auch die Absicht des Herrn Bundesministers, die personelle Situation im Bundesheer mit der bei der Exekutive zu synchronisieren.
Ein Arbeitgeber kann durch besondere Gehaltszahlungen oder durch andere Vorteile für das Personal attraktiv sein. Die öffentliche Hand kann nicht endlos hohe Gehälter bezahlen, also ist die Garantie einer lebenslangen Anstellung durchaus ein Mittel, die Attraktivität zu steigern. Im Lichte der bisher nicht erfolgreichen Modelle von Zeitlaufbahnen im Bundesheer ist daher der Entschluss des Herrn Bundesministers, eher auf eine lebenslange Anstellung zu setzen, als richtig zu beurteilen. Mag sein, dass sich das in Zukunft einmal ändert, aber die Österreicher und Österreicherinnen wollten bisher schon und auch derzeit offensichtlich langfristige und stabile Arbeitsverhältnisse und kein "Jobhopping". Dass dies mit einer gediegenen Personalplanung und Personalentwicklung einhergehen sollte, liegt auf der Hand.

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