Gehen wir klug mit unserem Personal um??

Wie im Bundesheer mit Personal umgegangen wird, ist schon öfter kritisiert worden. Die Frau Bundesministerin scheint hier durchaus korrigierend wirken zu wollen. Allerdings wird auch Sie durch unklare politische Willenserklärungen und dem Widerstand des Systems an raschen Fortschritten behindert.

Es ist zwar nicht klar, ob der gegenständliche Fall heute auch noch so passieren könnte. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass es wieder geschieht und wir somit dringend gebrauchte Qualifikationen verlieren könnten. Nicht eine Qualifikation ist entscheidend - der Mix und der gegenseitige Respekt scheint uns wichtig!

Ein inzwischen ausgetretener Kamerad und auch nicht mehr in der Reserve verfügbarer (Name der Redaktion bekannt) schreibt:

"Ich habe damals nebenberuflich Medizin studiert und wollte beim Heer bleiben (vor 11 Jahren). Damit wäre ich der einzige Militärakademiker mit Medizinstudium gewesen.  

Das KdoEU konnte mir damals aber keinen Vertrag anbieten ohne fertigen Turnus! Ich hätte von MBO2 auf MZO wechseln müssen, wenn ich mich Recht erinnere und hätte weniger verdient als vorher?! 

Somit habe ich mich karenzieren lassen und habe nach 10 Jahren gekündigt, da eine Rückkehr nicht mehr attraktiv ist/war. 

Ich bin fertiger Kinderfacharzt und übernehme in 2 Jahren vermutlich auch eine Allgemeinmediziner-Ordination. 

Trotz alledem fühle ich mich dem Heer noch immer verbunden, weil es wunderschöne 12 Jahre waren. Außerdem kann man sich nach wie vor auf Exkollegen und v.a. Jahrgangskameraden verlassen." 

Unsere Meinung dazu: Das Personal ist das wichtigste Gut jeden Unternehmens. Wer das Personal unklug behandelt, der schadet dem Unternehmen!