Der 5. Tag der Wehrpflicht war aus Sicht der IGBO ein voller Erfolg!

Gestern wurde von der Plattform Wehrhaftes Österreich zum 5. Tag der Wehrpflicht geladen. Im heurigen Gedenkjahr stellten die teilnehmenden Verbände und Organisationen den Tag der Wehrpflicht unter das Motto "150 Jahre Wehrpflicht in Österreich" und erinnerten nicht nur an die Volksbefragung vor 5 Jahren.

Der Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums, Hofrat Dr. Ortner, skizzierte die Entstehung der Wehrpflicht und stellte deutlich dar, dass der Einsatz von Soldaten ohne einer entsprechenden Ausbildung nicht zu verantworten ist. Dr. Fender machte danach die rechtlichen Gegebenheiten deutlich erkennbar.

Nach diesen Einleitungsreferaten kamen die Repräsentanten der 5 Gründerorganisationen der Plattform zu Wort und umrissen die Forderungen der Plattform an die Politik.

Der Präsident des ÖKB befasste sich in seinem Statement vor allem mit der Frage der "Geistigen Landesverteidigung" und führte aus, dass nur eine resiliente Gesellschaft den derzeitigen Bedrohungen mit guter Aussicht auf Erfolg widerstehen kann. Daher forderte er nachhaltig die Wiederbelebung der geistigen Landesverteidigung und betonte die Verantwortung des Bildungsministeriums in dieser Angelegenheit.

Der Obmann der IGBO befasste sich in seinem Statement vor allem mit der Verantwortung der Abgeordneten zum Nationalrat und betonte, dass niemand den einzelnen Abgeordneten diese Verantwortung abnehmen kann, weder eine Partei noch die Soldaten / Soldatinnen des Bundesheeres.

Der Präsident der ÖOG führte aus, dass es zwar gute Konzepte für die Umsetzung der Landesverteidigung Österreichs gäbe, nunmehr aber deren Realisierung im Vordergrund stehen müsse, um glaubwürdig und erfolgreich sein zu können.

Der Vertreter der Peacekeeper stellte klar, dass es ohne Fortsetzung der begonnenen Personaloffensive des Bundesheeres und einer entsprechende Übungstätigkeit im Inland auch keine erfolgreichen Auslandseinsätze geben kann.

Der Präsident der ÖUOG stellte anhand einiger Beispiele die materiellen Erfordernisse glasklar dar und begründete damit die Forderung nach Bereitstellung der dafür erforderlichen Geldmittel.

Dann kamen die Vertreter der im Parlament vertretenen politischen Parteien zu Wort:

Erschienen sind: Die Wehrsprecher der Regierungsparteien, der Wehrsprecher der SPÖ und in Vertretung des Wehrsprechers der NEOS Minister A.D. Dr. Frischenschlager.

Während Dr. Frischenschlager eher in philosophischen Sphären schwelgte, kam aus den Wortmeldungen der anderen Diskussionsteilnehmer deutlich der Wille zum Ausdruck, sicherheitspolitische Fragen nach ausführlicher Diskussion im Konsens zu lösen. Das wurde von den etwa 400 im Saal Anwesenden mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen und vom Sprecher der Plattform nachdrücklich begrüßt. Auch die Frage nach einer Verlängerung der Inanspruchnahme der Soldatinnen und  Soldaten (Stichwort 6+2) wurde für den Fall des Bedarfes durch die Wehrsprecher als realistische Maßnahme dargestellt. Aus Sicht der IGBO sei dazu bemerkt, dass eigentlich nur so für das Bundesheer das Bereithalten einer entsprechenden Anzahl an einsetzbaren Truppen wirtschaftlich zu gewährleisten ist.

Insgesamt machten die Aussagen der Wehrsprecher Mut, an eine gute und sichere Zukunft sowohl für das Bundesheer als auch für Österreich zu glauben.