Werte Leserinnen und Leser unserer Beiträge!
Kameraden!
 
Ich wundere mich gerade wieder einmal über die mediale Berichterstattung, die von Qualitätsjournalismus nicht viel zu halten scheint.
Es geht meiner Meinung nach eher Richtung Panikmache. Und Richtung seltsam verstandenem Heldentums.

Jene, die ihrer Pflicht als Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nun nachkommen, um den benötigten Verdienst zu bekommen, werden plötzlich alle zu "Helden". Dabei haben sie ja meist gar keine Alternative - außer selbst krank zu sein.

Die Zivildiener, die plötzlich den Grundwehrdienern gleichgestellt werden, weil sie "zu freiwilligem außerordentlichem Dienst" aufgefordert werden, sind plötzlich in aller Munde. Von den Grundwehrdienern (und Berufssoldaten / -soldatinnen) spricht allerdings keiner mehr, die aber mutig und pflichtgetreu ihre Leistung erbringen.
Ministerin Köstinger setzt mit der Inanspruchnahme der Zivildiener jedenfalls einen richtigen Schritt. Aber auch das sollte vorbereitet und organisiert sein. Freiwilligkeit alleine wird in manchen Fällen vielleicht nicht reichen und ist vor allem auch nicht planbar.


Außerdem schiene es mir angebracht, einmal die Bevölkerungsstatistiken und Sterblichkeitsstatistiken der einzelnen Länder anzusehen und mit der Anzahl der derzeitigen Todesfällen zu vergleichen - unter Berücksichtigung der Qualität der Gesundheitssysteme in den einzelnen Ländern.

Und was Europa anlangt sollte man sich ernsthaft die Frage stellen, ob uns ein reiner "Zusammenschluss auf freiwilliger Basis" auf Dauer wirklich genügt, um handlungsfähig zu sein.
 
Viel Arbeit also für guten Journalismus!
 
Bleiben Sie gesund und halten Sie Abstand!
 
Ihr
Sr. Siegfried Albel, Obst i.R.
Präsident der IGBO