Der heurige Tag der Wehrpflicht stand unter dem Motto
"Umfassende Landesverteidigung".

Dabei wurde bewusst der Fokus auf jene Komponenten gelegt, die nicht dem Militär zugeordnet sind. Also waren die "Geistige Landesverteidigung", die "Wirtschaftliche Landesverteidigung" und die "Zivile Landesverteidigung" im Brennpunkt. Referenten aus allen dafür zuständigen Ministerien legten die Sicht ihrer Dienststellen dar. Hörte sich absolut gut an. Die Berichte der Praktiker allerdings und auch meine persönlichen Erfahrungen aus meiner Tätigkeit als Informationsoffizier hingegen ließen dann die "Graue Theorie" etwas anders aussehen.

So wurde nach den Darstellungen eines eben erst in Pension übergetretenen Bezirkshauptmannes und eines amtierenden Bezirkskommandanten des ÖRK bewusst, dass in kritischen Situationen (z. B. schon bei einem Blackout) wahrscheinlich die Bevölkerung verhungert sein wird, ehe sie "Lebensmittelbezugsscheine" ausgestellt bekommen wird und nach zwei Tagen wohl kein Rettungsauto mehr fahren kann, weil keinerlei Betriebsmittelvorräte vorhanden sind. Ob das beim Bundesheer viel anders ist kann man gerne diskutieren.

Für mich sieht staatliche Krisenvorsorge jedenfalls anders aus. Politische Verantwortung sollte auch wahrgenommen werden, ist meine Meinung!
Ich hoffe. dass wir das bei dieser Veranstaltung der Plattform Wehrpflicht auch transportieren und bewusst machen konnten.

Zumindest bei den mehr als 400 interessierten Teilnehmern, darunter  die Wehrsprecher aller im Parlament vertretenen Parteien und Frau Bundesministerin Magistra Klaudia Tanner.

 

Foto: Albel (Im Haus der Industrie in Wien,
beim Info-Stand der IGBO)