Presseaussendung des BMLV via OTS anlässlich der Teilnahme der Frau Bundesministerin:

Bundesheer: Verteidigungsministerin Tanner beim Tag der Wehrpflicht in Wien

Wien (OTS) - Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte anlässlich des Tages der Wehrpflicht die Tagung zum Thema „Umfassende Landesverteidigung – Die umfassende Antwort auf moderne Bedrohungen“ im Haus der Industrie in Wien. Dabei stellten Experten aus Militär und Politik das bewährte Konzept einer gesamtstaatlichen Verknüpfung der militärischen, wirtschaftlichen, zivilen und geistigen Landesverteidigung in einem aktuellen Kontext.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich bei den 16 Verbänden und Vereinen der Plattform "Wehrhaftes Österreich" für die bisher geleistete Unterstützung: „Die Grundwehrdiener sind die Basis unseres Bundesheeres. Ohne Grundwehrdienst gibt es keine Kadersoldaten, ohne Grundwehrdiener gibt es keine Miliz. Ohne Wehrpflicht wäre das Bundesheer somit handlungsunfähig und würde jede gesellschaftliche Verankerung verlieren“, sagt Tanner. „Daher möchte ich auch den Grundwehrdienst und die Miliz attraktiver machen. In Zukunft wird es zwei Tauglichkeitsstufen geben. Wir werden die Stellungsstraßen als ersten Kontaktpunkt laufend aufwerten und sicherstellen, dass volltaugliche Rekruten auch tatsächlich primär militärisch verwendet werden. Die Miliz soll ausreichend personell und materiell ausgestattet werden und wieder mehr zum Üben kommen“, so die Verteidigungsministerin.

Der "Tag der Wehrpflicht" wurde von der Plattform "Wehrhaftes Österreich" im Jahr 2014 ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt – heuer zum siebten Mal.

Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200120_OTS0161/bundesheer-verteidigungsministerin-tanner-beim-tag-der-wehrpflicht-in-wien?fbclid=IwAR3rEgUDrU2GOO9p4HgqSLzs0Xx848P0naS7yilinO6zNGxH3bmIt4fbhNs

 Ca. 400 Teilnehmer haben nicht nur der Frau Bundesministerin aufmerksam zugehört, sie haben auch zur Kenntnis genommen, dass es in allen Bereichen der Umfassenden Landesverteidigung und nicht nur bei der militärischen LV dringenden Handlungsbedarf gibt! Besonders hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betroffen gemacht, dass die zuständigen Ministerien offensichtlich keinerlei Überprüfung ihrer Anordnungen in der Praxis vornehmen. So hat etwa ein ehemaliger Bezirkshauptmann dargelegt, dass es hinsichtlich der Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Essen unverändert Bezugsscheine gibt, die im Anlassfall händisch auszufüllen sind und denen eigentlich die Gegebenheiten des WK II zugrunde liegen. Es gäbe auch keinerlei Regelungen, wie z. B. Großmärkte mit den Bezugsscheinen umzugehen hätten.
Das Bekenntnis eines Bezirksstellenleiters des ÖRK, dass seine Organisation nur etwa 2 Tage einsatzfähig wäre, weil keinerlei Reserven vorhanden sind, löste massives Erstaunen aus.

Insgesamt war der 7. Tag der Wehrpflicht hinsichtlich des gewählten Themas ULV wohl ein wichtiger Schritt zur Bewusstseinsbildung und wird hoffentlich zu entsprechenden Konsequenzen führen. Die IGBO wird jedenfalls nicht nachlassen, die Verantwortung der zuständigen Gremien und politischen Entscheidungsträger einzufordern.